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   Lea und das Geheimnis des Hades

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Vorschau auf Kapitel 9

Himmlische Strafen

Die nächsten Tage im Himmel vergingen ohne besondere Ereignisse. Dennoch konnte Lea sich des Gefühls nicht erwehren, dass eine eigenartige Spannung in der Luft lag. Zumindest die Götter wirkten nervös.
Die Spannung innerhalb der Nebelschar hingegen hatte sich nach und nach wieder verflüchtigt. Alle bis auf Florian behandelten Jenny wieder normal. Florian war natürlich immer noch beleidigt, dafür zeigte Johannes sich besonders bemüht. Er erkundigte sich eingehend bei Jenny nach ihrem Abenteuer und fand es toll, dass sie einfach so los gezogen waren, um sich ein bisschen im Himmel umzusehen.
Lea wurde den Verdacht nicht los, dass er das nur sagte, weil er bei Jenny wieder gut Wetter machen wollte. Sie selbst fand es gar nicht toll, dass Jenny und sie sich auf eigene Faust im Himmel umgesehen hatten – zumindest die Konsequenzen davon waren nicht nach ihrem Geschmack.
Was Lea besonders beunruhigte, war, dass sie immer noch nicht wussten, was für eine Züchtigung sie erwartete. Und diese Ungewissheit war schlimmer als eine tatsächliche Strafe.
Jenny hingegen scherte sich nicht allzu viel darum.
»Vielleicht vergessen sie es einfach«, sagte sie hoffnungsvoll. »Florian hat seine Strafe ja auch nicht verbüßen müssen.«
Doch schon am nächsten Tag wurde ihre Hoffnung zunichte gemacht.

Athene holte Florian in den frühen Morgenstunden ab, wobei sie sich durch seinen heftigen Protest, dass es Sonntag sei, nicht beeindrucken ließ – im Gegenteil.
»Genau aus diesem Grund wirst du heute deine Strafe verbüßen«, klärte sie ihn auf. »Bestrafungen erfolgen grundsätzlich sonntags.«
»Bestrafung? Ich und Bestrafung? Ich habe doch gar nichts getan!« Florian tat, als wäre er die personifizierte Unschuld.
Athene sagte ganz ruhig: »Es liegt jetzt an dir, Florian, wie hart dein Strafmaß ausfällt. Entweder du übernimmst die dir zugedachte Aufgabe ohne weiteres Murren, dann reicht ein Sonntag. Oder du sträubst dich weiterhin, dann wird ein einziger Sonntag nicht ausreichen.«
Erneut öffnete Florian den Mund zum Protest, doch bevor er diesen laut aussprach, hatte der Inhalt von Athenes Aussage wohl sein Gehirn erreicht. Er schloss den Mund wieder und folgte Athene ohne weiteres Theater.
Lea und Jenny schauten sich an. Wenn Florian die angekündigte Strafe verbüßen musste, dann würden auch sie bald an der Reihe sein. Leas Laune war dadurch gründlich verdorben, und sie konnte ihren freien Tag gar nicht richtig genießen.
»Was hältst du davon, wenn wir nach Thor Ausschau halten«, schlug Jenny vor, um Lea auf andere Gedanken zu bringen. Aber Thor ließ sich weit und breit nicht blicken, und dass sie nicht den halben Himmel nach ihm absuchen würden, verstand sich von selbst.
»Habt ihr vielleicht Lust auf Fangen?«, fragte Johannes. Doch Lea hatte zu überhaupt nichts Lust, und da Jenny ihretwegen ein schlechtes Gewissen hatte, zog sie ebenfalls nicht mit den anderen Wölkchen los, sondern blieb bei Lea.
»Was meinst du, was er wohl machen muss?«, fragte diese, kaum dass die Nebelschar außer Sicht- und Hörweite war.
»Keine Ahnung«, antwortete Jenny. »Aber ich wünsche ihm auf jeden Fall, dass es sehr unangenehm ist.«
Lea war sich nicht sicher, ob sie ihm das ebenfalls wünschte. Denn wenn Florians Strafe hart ausfiel, dann würden sie bei ihrer Bestrafung erst recht nichts zu Lachen haben.

17.6.07 20:34
 


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